Rückkaufswert Rentenversicherung beleihen

Inhaltsverzeichnis

1. Private Rentenversicherung: Unterschiede zur Kapitallebensversicherung

2. Rückkaufswert einer Rentenversicherung

3. Besonderheiten bei der Beleihung einer Rentenversicherungspolice

Disclaimer: Die in diesem Ratgeber angeregten Inhalte stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Für die individuelle Prüfung von Anliegen empfiehlt sich eine persönliche Beratung, die dieser Ratgeber nicht ersetzen kann.

1. Private Rentenversicherung: Unterschiede zur Kapitallebensversicherung

Die in Deutschland sehr populäre Lebensversicherung unterteilt sich rechtlich in verschiedene Bereiche. Dabei wären zwei große Gruppen zu unterscheiden, die klassische Kapitallebensversicherung und die private Rentenversicherung.
Bei Beiden wird eine Beitragszahlung dazu verwendet einen verzinslichen Deckungsstock aufzubauen. Während jedoch die reine Kapitallebensversicherung nach Ablauf der Vertragslaufzeit immer mit Auszahlung der Ablaufleistung endet, wird bei der Rentenversicherung eine Rente an den Versicherungsnehmer gezahlt. Regelmäßig besteht zwar auch ein Kapitalwahlrecht, aber dieses muss gesondert vereinbart sein.
Die Rentenzahlung ist auch als Sofortrente vereinbar. Dann zahlt der Versicherungsnehmer einen Einmalbeitrag, der im Anschluss sofort verzinst und als Rente ausgezahlt wird.
Einen großen Unterschied machen die Beiträge zu den jeweiligen Gruppen aus. Denn je nach Vertragsgestaltung fallen unterschiedlich hohe Risikokosten für den Versicherer an, da standardmäßig die Todesfallleistung niedriger als bei der gemischten Kapitalversicherung ist.

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2. Rückkaufswert einer Rentenversicherung

Der Rückkaufswert einer Rentenversicherung wird in der Regel einmal jährlich vom Versicherer mitgeteilt. Auf Anfrage beim Versicherer berechnen diese aber den Rückkaufswert bei den meisten Gesellschaften auch zu aktuellen Stichtagen, das dauert dann aber oft ein bis zwei Wochen.
Selber berechnen kann man den Rückkaufswert nicht. Er setzt sich zusammen aus der Summe der verzinslich angesammelten Sparanteile abzüglich Abschlukosten und zuzüglich bereits gutgeschriebener Überschüsse. Von diesem sogenannten Zeitwert werden dann noch Stornoabzüge abgerechnet, sofern diese im Vertrag vereinbart sind.
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass der Rückkaufswert die Verzinsung der eingezahlten Beiträge darstellt. Je nach Laufzeit ist der Rückkaufswert daher sehr unterschiedlich.
Ganz allgemein kann man sagen, dass je älter der Vertrag ist um so eher sich auch die weitere Fortführung lohnt. Denn Schlussüberschüsse und teilweise auch Überschüsse aus der Zinszusatzreserve fallen erst bei Ablauf der Police in voller Höhe dem Vertrag zu.
Weiterhin gilt, dass bei Policen mit bereits längerer Laufzeit die Kosten und Risikofaktoren eher bezahlt sind und sich daher auf die künftigen Erträge nicht mehr so auswirken, wie am Anfang der Vertragslaufzeit.

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3. Besonderheiten bei der Beleihung einer Rentenversicherungspolice

Der Rückkaufswert einer klassischen Rentenversicherung kann bis zur vollen Höhe beliehen werden. Auch beitragsfreie Policen oder solche mit Einmalbeitrag können beliehen werden.
Die maximale Auszahlungssumme für eine Beleihung ist bei Rentenversicherungen neben dem Rückkaufswert auch auf die garantierte Todesfallleistung begrenzt. In der Praxis spielt das jedoch keine Rolle, da die Todesfallleistung in der Mehrzahl der Fälle nicht unter dem aktuellen Rückkaufswert liegt.
Bei klassischne Rentenversicherungen liegt der auszahlbare Darlehenswert bei 100 Prozent des aktuellen Rückkaufswertes, bei fondsgebundenen Policen bei bis zu 60 Prozent des aktuellen Fondsguthabens.

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Liquidität in der Corona Krise

Disclaimer: Die in diesem Ratgeber angeregten Inhalte stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Für die individuelle Prüfung von Anliegen empfiehlt sich eine persönliche Beratung, die dieser Ratgeber nicht ersetzen kann.

1. Einleitung: Worauf es bei der Corona Krise für Kreditnehmer ankommt

Liquidität ist in der Coronakrise das Schlüsselwort. Wer durch Kurzarbeit oder wegbrechende Einnahmen aus Selbstständiger, Freiberuflicher oder gewerblicher Tätigkeit betroffen ist, kann aktuell nicht abschätzen, ob dies nur eine kurze vorübergehende Phase oder eine doch zumindest mittelfristige oder im schlimmsten Fall, langfristige Problematik darstellt.
Genau das verunsichert viele und erschwert die Entscheidungsfindung, wie mit der Situation umzugehen ist und welche Maßnahmen geeignet sind, den Liquiditätsbedarf zu decken.

Fakt ist: Bei einem Kreditantrag muss die tatsächliche aktuelle Situation wahrheitsgemäß angegeben werden.

Kurzarbeitergeld oder ein bereits vorliegendes Abfindungsangebot, eine Kündigung oder der erhebliche Wegfall von laufenden Einnahmen werden von einer kreditgebenden Bank zur Beurteilung der Solvabilität berücksichtigt.

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2. Wann Kredit beantragen?

Das hängt natürlich in erster Linie vom Geldbedarf ab. Oftmals können Haushalte aber durchaus auch den Zeitpunkt gestalten, wenn genügend Spielraum im Haushaltseinkommen vorhanden ist. Im Hinblick auf die zu erwartende Veränderung der Einkommenssituation empfiehlt sich jedoch eine eher schnellere Kreditaufnahme, wenn erwartet wird, dass die Einnahmen in Zukunft weiter deutlich sinken. In jedem Fall sollte eine unnötige Kreditaufnahme vermieden werden um nicht Zinsen auf Kredite bezahlen zu müssen, die nicht beötigt werden.
Ein Warnsignal ist die dauerhafte Nutzung von Überziehungskrediten. Diese sind besonders teuer und variieren je nach Bank sehr stark. Laut einer Meldung der FAZ vom 22.9.2020 ergab eine Studie von Check24, dass die Zinssätze für Überziehungskredite bei etwa 9,79 Prozent im Durchschnitt liegen. Teurer sind nur noch echte Kreditkartenkredite mit 15,92 Prozent (siehe Bundesbank MFI Zinsstatistik 07/2020 vom 2.9.2020).
Wer dauerhaft auf Dispokredite oder Kreditkartenkredite in nicht unerheblicher Größenordnung angewiesen ist, der sollte sich dringend nach Alternativen umsehen, besser natürlich vorher.

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3. Einnahmeausfälle: Wie gehe ich damit um?

In Corona-Zeiten müssen betroffene Haushalte zusammenrücken. Gibt es in einem Haushalt mehr als ein Einkommen, dann sollte man sich zusammen setzen und ausrechnen, wie weit das eine Einkommen reicht und wieviel Monate man gemeinsam durchhält. Da gilt es klar Haushaltsausgaben zusammen zu streichen und Anschaffungen erst einmal zurück zu stellen. Gehen Sie ganz pragmatisch vor, z.B. in dem Sie alle Ausgaben in einem Haushaltsbuchg erfassen und laufend dieses Haushaltsbuch weiter führen. Das kann helfen Fixkosten zu identifizieren und Ausgabenposten zu quantifizieren. So decken Sie Einsparpotential auf. Das gilt auch, wenn nur ein Einkommen da ist. Streichen Sie konsequent nicht notwendige Ausgaben.
Wenn die Zahlen nicht sofort ins Auge springen, können Sie auch die Werte für die Ausgaben in den nächsten 12 bis 36 Monaten summieren, identisch verfahren Sie mit den zu erwartenden Einnahmen.
Eine wichtige Frage bei der Beurteilung der Ausgaben und der Vermögensgegenstände ist dabei immer: welche Versicherungen (z.B.) benötige ich noch, was kann ich kündigen und was ist mit Kapitalanlagen, kann ich diese für meinen Geldbedarf “flüssig machen”?

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4. Kapitallebensversicherung: Kann das weg oder rechnet sich das noch?

Eine Möglichkeit der Liquiditätsbeschaffung kann sein, bestehende Vermögenswerte zu Geld zu machen. Das können Festgeldanlagen, Aktiendepots oder auch eine bestehende Kapitallebensversicherung sein. Während die Entscheidung bei Festgeldanlagen recht einfach sein dürfte, lohnt es sich bei Lebensversicherungen über die weitere Vorgehensweise nachzudenken.
So ist der Abschluss einer Lebensversicherung immer mit Kosten verbunden und in fast allen Fällen gehen mit dem Abschluss der Versicherung zusätzliche Risikoabsicherungen einher. Bei einer einfachen Kündigung erhält der Versicherungsnehmer den vom Versicherer berechneten Rückkaufswert. Rückkaufswert bedeutet nicht die Verzinsung der gezahlten Beiträge! Sondern Rückkaufswert ist ein nach versicherungsmathematischen Vorgaben berechneter Wert, der die beim Versicherer enstandenen Kosten berücksichtigt. Dabei ist der Wert sehr stark abhängig zu welchem Zeitpunkt eine Versicherung gekündigt wird. Wer genau nachrechnen will, der sollte sich vom Versicherer die Summe der eingezahlten Beiträge bis zum Kündigungsstichtag ausrechnen lassen.
Die Kündigung einer Lebensversicherung scheint im Bedarfsfall auf den ersten Blick naheliegend. Aber diese Entscheidung sollte nicht allzu schnell und schon gar nicht leichtfertig getroffen werden. Denn die Verluste lassen sich vermeiden und man kommt dennoch an sein Geld, wenn man die Lebensversicherung statt zu kündigen, einfach nur beleiht.

Eine Kündigung sollte man daher besser vermeiden, vor allem dann, wenn das Geld nur für einen überschaubaren Zeitraum benötigt wird.
Es gilt daher zunächst heraus zu finden, ob die Police langfristig benötigt wird und schon deshalb eine Kündigung vermieden werden sollte.

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4.1.Brauche ich langfristig die Lebensversicherung?

Überlegen Sie zunächst einmal, warum Sie seinerzeit überhaupt eine Lebensversicherung abgeschlossen haben.
Gibt es weitere in die Lebensversicherung eingeschlossene Zusatzversicherungen, wie z.B. eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder ein erweiterter Todesfallschutz?
Nehmen SIe dazu am besten Ihren Versicherungsschein und die letzte Wertmitteilung der Versicherung zur Hand. So bekommen Sie einen Überblick über die aktuellen Leistungen Ihrer Police.
Im Folgenden müssen Sie nun ehrlich abhaken, ob

  • der aktuelle Absicherungsbedarf weiterhin besteht,
  • welchen Beitrag die Police für Ihre künftige Altersversorgung leisten soll bzw. muss,
  • der momentan gezahlte Beitrag und die Zahlungsweise Ihrer Situation angemessen ist.

Sofern die Police nach Ihrer kritischen Würdigung noch einen Zweck für Ihre gegenwärtige Absicherung oder ihre künftige Altersvororge hat, lohnt es sich über ALternativen zu einer Kündigung nachzudenken.

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4.2. Alternative LV-Kredit

Statt der Kündigung der Altersvorsorge können Sie die Police beleihen. Dabei erhalten Sie eine Auszahlung bis zum aktuellen Wert Ihres Vertrages (Rückkaufswert). Der Vorteil: Die Police verzinst sich weiter, weil der im Vertrag angesparte Deckungsstock nicht angefasst wird. Gerade für Policen mit hohen Garantiezinsen bdeutet das nicht mehr und nicht weniger als dass die Police sich je nach Tarifgeneration besser verzinst als die Beleihung an Zinsen kostet.

Das hört sich im ersten Moment seltsam an: Auf das eigene Geld einen Kredit aufnehmen? Aber was kompliziert klingt ist tatsächlich in der praktischen Umsetzung recht einfach und macht auch Sinn! Um den Vorteil einer Beleihung zu verstehen muss man sich vergegenwärtigen, dass gerade bei langlaufenden Lebensversicherungen, sich der eigentliche Ertrag erst im letzten Drittel der Laufzeit so richtig entfaltet. Denn dann sind der Großteil der Kosten abgehakt und bei Policen älterer Generationen werden nach den alten Tarifen hohe Zinsen gezahlt, daüberhinaus bestehen auch steuerliche Vorteil (bei Abschluß vor dem 1.1.2005).

Für eine schnelle Verbesserung Ihrer Liquidität kann man zusätzlich auch die Beitragszahlung anpassen. Zunächst sollten jedoch eventuelle dynamische Erhöhungen gekündigt werden. So wird die weitere Beitragserhöhung gestoppt. Eine weitere Möglichkeit ist die Beitragsstundung, dann muss der ausgesetzte Beitrag aber später nachgezahlt werden. Ist die Einnahmesituation voraussichtlich dauerhaft erschwert, kommt auch eine Beitragsfreistellung in Frage. Dann wird die Versicherungssumme angepasst, immerhin bleibt das bereits angesparte Guthaben unangetastet.
Auch beitragsfreie Policen lassen sich beleihen.

Antrag auf Policendarlehen

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5. Zusammenfassung

Wer in der aktuellen Coronakrise durch Arbeitslosigkeit oder durch Verlust der Selbstständigen Existenz bedroht ist, der sollte rasch seine Handlungsoptionen prüfen und Kostenfaktoren abbauen. Bei dem Einsatz von vorhandenen Vermögen, wie z.B. bestehenden Kapitallebensversicherungen bestehen verschiedene Möglichkeiten. Vor einer Kündigung sollten Versicherungsnehmer auf jeden Fall die Beleihung des Rückkaufswertes prüfen und durchrechnen. Die Beleihung dürfte in vielen Fällen besser als die Kündigung der Versicherung sein, denn mit der Kündigung sind in der Regel erhebliche Verluste verbunden.
Auch beitragsfrei gestellte Policen oder solche mit Einmalbeitrag lassen sich beleihen.

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Kredite für Selbstständige und Freiberufler

1. Einleitung: Warum es Selbstständige und Freiberufler bei der Kreditprüfung so schwer haben

Mit der Einführung der Immobilienkreditrichtlinie hat der Gesetzgeber die Prüfung der Kreditvergabe durch Banken stark restriktiv reguliert. Das bekommen insbesondere Selbstständige und Freiberufler zu spüren. So werden Banken stärker in die Pflicht genommen zu prüfen, ob der Darlehensnehmer die zukünftigen Kosten des Kredites aus seinem Einkommen tragen kann. Die Bedienung der Zins- und Tilgungsleistung ist daher ein Hauptaugenmerk bei der Prüfung der Kreditvergabe.

wie schwierig die Kreditvergabe geworden ist, merken Selbstständige oft recht spät. Daran sind vor allem die Kreditvergabeprozesse schuld, die sich in erster Linie an Verbrauchern orientieren.

Denn anders als klassische Arbeitnehmer haben Selbstständige und Freiberufler oft starkt schwankende Einnahmen, so dass die Kreditinstitute diese Schwankungen bei ihrer Prüfung einbeziehen müssen. Es erfodert nicht viel Fantasie zu überlegen, welches Jahr die Bank zugrunde legt, es wird fast immer das Jahr mit den geringsten Einnahmen sein.
Hier können Darlehensnehmer punkten, wenn Sie Schwankungen erklären und als Ausnahmen darstellen können.

Disclaimer: Die in diesem Ratgeber angeregten Inhalte stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Für die individuelle Prüfung von Anliegen empfiehlt sich eine persönliche Beratung, die dieser Ratgeber nicht ersetzen kann.

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2. Wofür brauche ich einen Kredit

Diese Frage müssen sich Selbstständige und Freiberufler in besonderer Weise stellen. Denn für sie gilt: Auch bei privaten Anschaffungen oder einer Immobilienfinanzierung landen sie in der Firmenabteilung. Das gilt in der Regel auch dann, wenn z.B. die Immobilie gemeinsam mit dem Ehe- oder Lebenspartner finanziert wird und nur dem gemeinsamen selbstgenutzten Wohneigentum dient.
Selbstständige sollten sich daher nicht scheuen bei privaten Anschaffungen zu trennen. Das bedeutet, Anschaffungen, die ausschließlich privaten Zwecken dienen. über den Ehe- oder Lebenspartner zu finanzieren. Nimmt der Ehepartner oder Lebensgefährte das Darlehen alllein auf, sind die aufwändigen Antragsprozeduren bei selbstständiger oder freiberuflicher Tätigkeit nicht notwendig. Voraussetzung ist, dass die Bank mitspielt und die Lebenssituation einen solchen Ansatz hergibt. Bei gemeinsam genutzten Immobilien weigern sich viele Banken jedoch die Immobilienfinanzierung nur über einen Partner darzustellen.
Geht es um die Finanzierung für die berufliche / betriebliche Sphäre, dann läuft natürlich alles über die Gewerbekundenabteilung der Bank.

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3. Ausnahme: Policendarlehen

Eine absolute Ausnahme im Kreditbereich stellt das Policendarlehen dar. Dabei handelt es sich um die Beleihung einer privat abgeschlossenen Kapitallebens- oder Rentenversicherung, die mit dem Rückkaufswert beliehen werden kann. Eine Ausnahme deshalb, weil es für das Policendarlehen nur auf den Rückkaufswert ankommt. Alle Fragen zu Nachweisen und Besonderheiten einer Kreditaufnahme von Selbstständigen oder Freiberuflern spielen hier keine Rolle. Der gesamte Antrags- und Genehmigungsprozess bei Policendarlehen ist daher nicht mit dem herkömmlicher Verbraucherkredite zu vergleichen. Dementsprechend schnell und flexibel können Darlehensnehmer daher über den Kredit verfügen. Antrag auf Policendarlehen
Alle in diesem Artikel aufgeführten Hinweise zu Nachweisen und Laufzeiten gelten daher ausdrücklich nicht für das Policendarlehen.
Eine Police der Betrieblichen Altersvorsorge oder Direktversicherung lässt sich nicht beleihen.

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4. Vorbereitung der Kreditanfrage

Zunächst mal sollten Sie sich eins klar machen. Es kommt überhaupt nicht darauf an, welche Bank Ihnen auf der nächstbesten Webseite ins Auge springt oder irgendwo den 1. Platz belegt. Als Sebstständiger oder Freiberufler müssen Sie eine Bank oder einen Berater finden, der Sie versteht! Das ist leichter gesagt als getan.
Ob Ihre Hausbank besser ist als ein anderer Kreditanbieter hängt natürlich auch von der bisherigen Entwicklung Ihrer Kundenbeziehung ab.
Sind Sie in der Vergangenheit des öfteren “aufgefallen”, d.h. haben Sie ein bestehendes Kreditlimit überzogen oder konnten Lastschriften nicht ausgeführt werden, dann wird die Hausbank nicht die bessere Wahl sein.

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4.1 Welche Unterlagen sollte ich vorbereiten

Grundsätzlich gilt bei der Vorbereitung: Es darf ruhig etwas mehr sein.
Wesentliche Unterlagen für Ihre Vorbereitung als Sebstständiger oder Freiberufler sind:

  • Jahresabschlüsse und Steuererklärungen der letzten 3 Jahre
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) des aktuellen laufenden Geschäftsjahres (letzte 3 Monate oder aktueller Monat)
  • aktueller Handelsregisterauszug
  • Gesellschaftsverträge

Sofern Sie steuerlich beraten sind, holen Sie Ihren Steuerberater ins Boot. Im Zweifel kann er Ihnen Unterlagen für die Bank zusätzlich aufbereiten und bei der Antragstellung behilflich sein.
Für die Sinnhaftigkeit Ihrer geplanten Investition macht es sich natürlich Vorteilhaft, wenn Sie die Auswirkungen Ihrer geplanten Investition belegen können. Welche Auswirkungen hat Ihre Investition auf zukünftige Erträge. Dabei sollten Sie aber keine Traumbilder malen, das wird der Bankberater relativ schnell durchschauen und ein solche Eindruck wirkt auf jeden Fall gegen Sie.

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4.2 Wieviel Zeit einplanen?

Starten Sie Ihre Kreditanfrage nicht zu spät.
Planen Sie ein Vorgespräch mit der Bank und bereiten Sie Ihre Unterlagen auf.
Insgesamt sollten Sie mindestens 4 Wochen einplanen. Je höher das Kreditvolumen, um so mehr Zeit müssen Sie mitbringen.

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5. Zusammenfassung

Selbstständige und Freiberufler müssen vor der Kreditanfrage überlegen, ob die Kreditaufnahme für berufliche oder private Zwecke erfolgt.
Für den Kreditantrag benötigen Sie ungleich mehr Zeit und sollten mindestens 4 Wochen einplanen sowie ein Vorgespräch mit der Bank führen.
Ausführliche Unterlagen mit steuerlichen Dokumenten sowie Jahresabschlüssen und aktuelle BWA sind Pflicht.
Entscheidend ist nicht der günstigste Zinssatz sondern das Verständnis des Kreditgebers für das eigene Business.
Dazu sollte der Steuerberater eingebunden werden und die Auswirkungen der Investition auf die weitere Ertragssituation sollte belegt werden können.

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